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Erst Mitte des Zwanzigsten
Jahrhunderts begann man bei Neubauten mit der Einrichtung von
Badezimmern. Davor nutzte man unter anderem Zinkwannen, was nicht viel mit relaxen zu tun hatte. Zu kalt und hart. Sie wurden
mit heißem und kaltem Wasser gefüllt. Der Waschvorgang selbst fand
in Küchen oder Waschkellern statt. Nicht selten musste eine
Wannenfüllung für die Reinigung mehrerer Kinder herhalten. Ein
Badezimmer war zu diesen Zeiten ein Luxus, den sich nur wenige
wohlhabende Menschen erlauben konnten.
Erst nach und nach breitete
sich der Einbau einer sogenannten „Nasszelle“, dem Badezimmer,
auch in der übrigen Gesellschaft aus. Unterstützt und beschleunigt
wurde die Verbreitung nicht zuletzt durch den wirtschaftlichen
Aufschwung und der „do it yourself“- Bewegung. Sie ermöglicht
es, durch Geschick und fachliches Können den Einbau entsprechender
sanitärer Installationen selbst zu meistern, oder aber die Arbeit
eines Sanitär-Fachmannes zu unterstützen.
Mittlerweile werden
Badezimmer nicht mehr nur zur Körperhygiene genutzt. Im Rahmen von
Wellness und Relaxen kommt ihm eine immer größere Bedeutung zu. So wird in
größeren Badezimmern längst nicht mehr nur eine Wanne eingebaut.
Duschkabinen und z.B Duschwannen aber auch beispeilsweise Artikel wie eine normale Duschabtrennung – werden ebenerdig und im Raum integriert – bzw. werden in einem
immer stärkeren Umfang hinzugefügt. In einigen Fällen fehlt ein
separates Badezimmer völlig: Es ist als freier Raum direkt an einem
Wohnraum angeschlossen und bildet mit ihm ein geschlossenes Wohnfeld.
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